{"id":13136,"date":"2010-11-20T14:46:42","date_gmt":"2010-11-20T14:46:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.thesocialmedia.com\/dasautoblog\/2010\/11\/20\/reifentest-mit-michelin-auf-dem-dubai-autodrome\/"},"modified":"2012-07-05T14:42:23","modified_gmt":"2012-07-05T14:42:23","slug":"reifentest-mit-michelin-auf-dem-dubai-autodrome","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.thesocialmedia.com\/dasautoblog\/2010\/11\/20\/reifentest-mit-michelin-auf-dem-dubai-autodrome\/","title":{"rendered":"DasAutoBlog in Dubai: Michelin rief zum Reifentest, wir antworteten!"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\"><a href=\"http:\/\/blogs.thesocialmedia.com\/dasautoblog\/files\/2012\/06\/dsc03017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mt-image-left\" style=\"margin: 0pt 20px 20px 0pt; float: left;\" src=\"http:\/\/blogs.thesocialmedia.com\/dasautoblog\/files\/2012\/06\/dsc03017-thumb-250x187-121153.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"187\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.michelin.de\/de\/home\/home.jsp\">Michelin<\/a>, gr\u00c3\u00b6\u00c3ter Autoreifenkonzern der Welt mit Sitz in Frankreich, rief zur Vorstellung des neuen High Performance Reifens Michelin Pilot Super Sport nach Dubai. <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2010\/11\/glickenhaus-machts-moglich-ferrari-p4-wieder-auf-der-nordschleife.html\">Dasautoblog.com <\/a>folgte dem Ruf in das Emirat der (geplatzten)\u00a0Tr\u00c3\u00a4ume, schnellen Autos und unz\u00c3\u00a4hligen Gro\u00c3baustellen. In Dubai ist alles irgendwie etwas anders. Ein kleiner Bericht \u00c3\u00bcber schnelle Autos, teure Reifen und einen prominenten Gast.<\/p>\n<p>Zun\u00c3\u00a4chst mal stand zwischen Dubai und mir eine etwa einst\u00c3\u00bcndige Zugfahrt von K\u00c3\u00b6ln nach Frankfurt. 1. Klasse ICE, versteht sich. Wer nach Dubai fliegt, der ist schlie\u00c3lich wichtig! (Und muss in diesem Fall nicht selbst bezahlen&#8230;).<\/p>\n<p>Auf die Zugfahrt folgte ein wenig Wartezeit am Frankfurter Flughafen und\u00a0anschlie\u00c3end\u00a0ein Sechsstunden-Flug mit unbequemen Sesseln, fragw\u00c3\u00bcrdigen Mahlzeiten und unattraktiven Stewardessen. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um in Dubai mit diversen <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2009\/11\/ist-der-keating-tkr-das-schnellste-auto-der-welt.html\">Supersportwagen <\/a>Gummi von Reifen auf Asphalt zu \u00c3\u00bcbertragen. Oder wenn man den Aussagen der Michelin-Mitarbeiter glauben darf, eben nicht. Denn der Pilot Super Sport soll neben perfektem Grip und Handling auch noch mit extremer Haltbarkeit \u00c3\u00bcberzeugen. Aber dazu sp\u00c3\u00a4ter mehr.<\/p>\n<p>An der Rennstrecke &#8211; dem zu dieser Zeit verlassen wirkenden Dubai Autodrom &#8211; ging es dann in Gruppen und unterschiedliche Stationen aufgeteilt los. Nachdem man zu Beginn schon einen Blick in die Boxengasse werfen durfte, in der brav aufgereit Kracher wie der Mercedes SLS AMG, Lamborghini Gallardo, <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2010\/06\/audi-r8-lms-triumphiert-bei-franzosichem-gt3-lauf.html\">Audi R8<\/a>, ein von AC Schnitzer aufgebrezelter M3, ein roter Flitzer aus Maranello namens 458 Italia, der deutsche <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2010\/03\/genf-2010-live-gumpert-apollo.html\">Gumpert Apollo<\/a> und einige andere auf ihren Einsatz warteteten, ging es zun\u00c3\u00a4chst per Shuttlebus zu einer anderen Destination. So wartete erstmal der Bremsen- und Nasshandling-Test. Mehrere BMW M3 und Audi TT 3.2 Quattro standen schon f\u00c3\u00bcr die ungeduldigen Tester an einem Teilst\u00c3\u00bcck der Strecke bereit.<\/p>\n<p>Meine Wenigkeit durfte als erster mit dem M\u00c3\u00bcnchner Sportcoup\u00c3\u00a9 auf exakt Tempo 90 beschleunigen (dank programmiertem Tempomat kein Problem), um dann am Ende einer Pylonengasse mit voller Wucht das Bremspedal ins Bodenblech zu pressen. Der gleiche Vorgang wurde dann wenige hundert Meter weiter nochmals auf nassem Untergrund wiederholt. Um die Leistung des Pilot Super Sport \u00c3\u00bcberhaupt bewerten zu k\u00c3\u00b6nnen, war auf bereitstehenden Vergleichsfahrzeugen der ContiSportContact 5P montiert, der Hochleistungsreifen des Wettbewerbers Continental. Und offensichtlich hat sich die vierj\u00c3\u00a4hrige Entwicklungszeit des Michelin Topprodukts gelohnt, denn auf trockenem Untergrund steht der <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2010\/10\/paris-mondial-2010-tres-chic-elektrik-1.html\">BMW <\/a>mit Michelin Bereifung im Durchschnitt 0,7 Meter fr\u00c3\u00bcher als der Conti-M3. Auf nassem Asphalt wird der Unterschied noch deutlicher, hier macht der Michelin sogar knapp 1,5 Meter fr\u00c3\u00bcher das Rennen. Im schlimmsten Falle kann diese Distanz im Strassenverkehr \u00c3\u00bcber Leben und Tod entscheiden. Aber das sind Dinge, \u00c3\u00bcber die man sich in dieser Situation erstmal keine Gedanken macht, denn es wartet noch der Audi TT Quattro, der im bew\u00c3\u00a4sserten Kreisverkehr an seine Haftungsgrenze getrieben werden will. Stetig beschleunigend zahlt irgendwann auch die sehr gelungene Kombination aus Pilot Super Sport und Quattroantrieb der Physik Tribut, allerdings deutlich sp\u00c3\u00a4ter und zudem besser beherrschbar als der mit Continental bereifte Audi.<\/p>\n<p>Weiter geht&#8217;s zum Trockenhandling: vier wassergek\u00c3\u00bchlte, 355 PS starke Carrera S warteten auf die PS-geile Meute bestehend aus Markenvorst\u00c3\u00a4nden, H\u00c3\u00a4ndlern, Marketing Leitern, Tunern und Journalisten. Auf einem Teilst\u00c3\u00bcck der Rennstrecke konnte nun der Zuffenhausener mit franz\u00c3\u00b6sischen Reifen\u00a0in Kurven und auf einer langen Geraden getestet werden, wieder im direkten Vergleich\u00a0mit dem Conti. Auch hier zeigt sich, dass Michelin scheinbar all das Know-How, dass aus vielen vielen Jahren der Reifenherstellung resultiert, in dieses eine Produkt gesteckt hat. Der Michelin-Porsche liegt knackiger, beherrschbarer auf der Strecke, lenkt direkter ein und bremst kontrollierbarer.<\/p>\n<p>Bevor ich mir aber dar\u00c3\u00bcber weiter den Kopf zerbrechen kann, sitze ich schon wieder im Shuttlebus und werde Richtung Boxengasse bef\u00c3\u00b6rdert. Dort ist erstmal eine kleine St\u00c3\u00a4rkung in Form eines reich best\u00c3\u00bcckten Buffets angesagt. Schnellt verputzt und weiter zur n\u00c3\u00a4chsten Station.<\/p>\n<p>Nun war man erstmal zum Nichtstun degradiert, denn am Steuer sa\u00c3en jetzt\u00a0die Profis. Mehrere Michelin-Testfahrer standen bereit, um die geladenen G\u00c3\u00a4ste mit auf eine recht rasante Spritztour auf der Rennstrecke zu nehmen. Die erste Runde war noch Pflichtprogramm, denn hier wurde dem Fahrgast erkl\u00c3\u00a4rt, was den Superreifen ausmacht. Grip, Kurvenlage, Langzeitqualit\u00c3\u00a4t, Nasshandling &#8211; im Prinzip konnten wir das zwar schon alles selbst testen, aber da das Ganze ja eine gro\u00c3e Marketingkampagne war, h\u00c3\u00b6rt man aufmerskam zu und freut sich, dass der Fahrer nach der Einf\u00c3\u00bchrungsrunde die K\u00c3\u00bcr startet. Auf dem Beifahrersitz des Porsche 911 Turbo und anschlie\u00c3end im Ferrari 458 Italia wurde es dann schon leicht ungem\u00c3\u00bctlich, denn im Gegensatz zum Fahrer, der sich am Ledervolant festkrallen kann, fehlt diese M\u00c3\u00b6glichkeit f\u00c3\u00bcr den Sitznachbarn. Und da es sich hier um Serienmodelle handelt, die mit normalen Dreipunktgurten ausgestattet sind, sitzt man nicht ganz so festgeschn\u00c3\u00bcrt im Sattel, wie in reinrassigen Rennwagen. Da aber die Fahrer ganz genau wissen, was geht und was nicht, wird das Grinsen im Gesicht zunehmend breiter.<\/p>\n<p>Und es wird noch breiter, denn als die Lehrfahrten beendet sind, darf man selbst ran. Helm \u00c3\u00bcber die R\u00c3\u00bcbe gest\u00c3\u00bclpt, eines der bereitstehenden Autos geschnappt und in Vierergr\u00c3\u00bcppchen plus Pacecar raus auf die <a href=\"http:\/\/www.dasautoblog.com\/2010\/08\/adac-1000-km-rennen-2010-100-vintage-renner-am-start.html\">Strecke<\/a>. Der Fahrer im Pacecar ist nat\u00c3\u00bcrlich wieder ein Profi, und er gibt eine ordentliche Geschwindigkeit vor, die von den hinterherfahrenden &#8220;Laien&#8221;\u00a0schon als durchaus renntauglich bezeichnet werden k\u00c3\u00b6nnte.\u00a0Nachdem meine\u00a0erste\u00a0Fahrt mich hinter das Lenkrad eines Porsche Carrera S f\u00c3\u00bchrte, folgte im Anschluss der 911er Turbo.\u00a0Wo ein normaler 911er schon m\u00c3\u00a4chtig anschiebt, spielt der Turbo in einer ganz\u00a0anderen Liga, 125 Mehr-PS sei Dank. Nach abermals vier bet\u00c3\u00b6renden Runden auf der Strecke zur\u00c3\u00bcck in die Boxengasse und auf den R8 V10 gewartet. Nochmals 55 PS mehr als im Stuttgarter Turbo und der unvergleichliche V10 Sound sind ein Erlebnis, das nur noch der anschlie\u00c3end gefahrene 458 Italia toppen kann. Kein Wunder, mit 570 Pferden, dem Motor im Nacken und der Historie im Hinterkopf.<\/p>\n<p>Ein weiteres kleines Highlight erwartetete uns dann noch in Form von Formel 1-Pilot Adrian Sutil, der &#8220;zuf\u00c3\u00a4llig&#8221; &#8211; so hie\u00c3 es zumindest von Seiten Michelins &#8211; inklusive Freundin an der Strecke erschien, um den m\u00c3\u00b6rderischen Gumpert Apollo um den Kurs zu pr\u00c3\u00bcgeln. Der Apollo stand \u00c3\u00bcbrigens nicht zum Selberfahren bereit, der Beifahrersitz musste gen\u00c3\u00bcgen. Wahrscheinlich besser so, denn das Z\u00c3\u00a4hmen dieses Biests \u00c3\u00bcberl\u00c3\u00a4sst man lieber erfahrenen Profis. \u00c3brigens zeigte sich Adrian Sutil begeistert von dem Michelin Pneu. Michelin selbst darf diese Aussage aus rechtlichen Gr\u00c3\u00bcnden nicht verwerten, ich schon!<\/p>\n<p>Irgendwann war dann der ganze Spuk vorbei und was bleibt, ist die Erinnerung an einen einzigartigen Tag im Dubai Autodrome, der einige Stunden sp\u00c3\u00a4ter bei einem Superluxus-Dinner im Jumeirah Beach Hotel inkl. Blick auf das einzige 7 Sterne Hotel der Welt &#8211; das Burj al Arab &#8211; endete.<\/p>\n<p>Ach ja &#8211; und der Michelin Pilot Super Sport scheint wirklich ein einzigartiger Reifen zu sein. Sowohl Handling als auch Langzeitqualit\u00c3\u00a4t sind \u00c3\u00bcber jeden Zweifel erhaben. Nach 180 Runden\u00a0vollster Beanspruchung\u00a0im Autodrome kam der Reifen erst langsam an seine Grenzen, war mehr des uspr\u00c3\u00bcnglichen Profils auf der Strecke als am Reifen zu finden. Eine beeindruckende Performance, auch wenn im normalen Strassenverkehr wohl kaum eine solche Belastung zu erwarten sein d\u00c3\u00bcrfte. Der Aspakt der Sicherheit ist allerdings nicht zu ignorieren, wie der Bremstest vom Anfang zeigte. Meiner Meinung nach ist f\u00c3\u00bcr den Alltagsgebrauch genau dies das wichtigste Argument, diesen Reifen einem anderen vorzuziehen.<\/p>\n<p>Am n\u00c3\u00a4chsten Tag stand bereits wieder die Abreise an, es blieb nur der Vormittag um bei einer 3 st\u00c3\u00bcndigen Bustour den \u00c3\u00bcblichen Sehensw\u00c3\u00bcrdigkeiten Dubais einen kurzen Besuch abzustatten. Wirklich erw\u00c3\u00a4hnenswert ist &#8211; abgesehen vom Luxus und den unfassbar vielen Baustellen in und um Dubai\u00a0&#8211; aber nur das Burj Kalifa, das mit 828 Metern h\u00c3\u00b6chste Geb\u00c3\u00a4ude\u00a0der Welt.<\/p>\n<p>Kurz darauf sa\u00c3 ich schon wieder im Flugzeug zur\u00c3\u00bcck nach Frankfurt mit den gleichen unattraktiven Stewardessen, fragw\u00c3\u00bcrdigen Mahlzeiten und unbequemen Sesseln. Was aber diesmal reichlich egal war, denn in Gedanken sa\u00c3 ich immer noch am Steuer von Ferrari, Porsche und Co.<\/p>\n<p>Nun bin ich wieder in K\u00c3\u00b6ln und steige jeden Tag in meinen mit 160 PS derma\u00c3en untermotorisierten Dodge, dass ich fluchen k\u00c3\u00b6nnte. Schuld ist Michelin, die mich innerhalb weniger Stunden auf Supersportwagen geeicht und damit resistent gegen jegliche Fahrfreude bei Autos diesseits der 300 PS gemacht haben. Danke, Michelin!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michelin, gr\u00c3\u00b6\u00c3ter Autoreifenkonzern der Welt mit Sitz in Frankreich, rief zur Vorstellung des neuen High Performance Reifens Michelin Pilot Super Sport nach Dubai. Dasautoblog.com folgte dem Ruf in das Emirat der (geplatzten)\u00a0Tr\u00c3\u00a4ume, schnellen Autos und unz\u00c3\u00a4hligen Gro\u00c3baustellen. In Dubai ist alles irgendwie etwas anders. 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