Mirafiori Motor Village – dieser Name klingt, als sei er direkt aus einem US-amerikanischen Undergroundfilm entliehen. Doch handelt es sich bei dem italienischen Pendant zur Autostadt Wolfsburg keineswegs um einen fiktiven, sondern um einen überaus realen Ort. Wie der Spiegel berichtet, soll in dem neu errichteten Komplex, unmittelbar am Stammwerk des Autokonzerns Fiat, nicht die ruhmreiche Vergangenheit des Konzerns abgefeiert werden, sondern in neuem Ambiente Autos der Marken Fiat, Lancia und Alfa-Romeo ausgestellt und verkauft werden. Dabei beweisen die Italiener, dass in punkto Stil wie immer mit ihnen zu rechnen ist. In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Möbelhaus Ikea wurden nicht nur deren Möbel, sondern auch das Konzept der Erlebniswelten übernommen. Neben dem eigentlichen Produkt, den Autos, werden auch Accessoires angeboten. Stehst du noch oder fährst du schon? Nach diesem Motto bietet die “Motor Village” unter anderem auch Fahrsimulatoren für virtuelle Probefahrten sowie die Möglichkeit, auf der ehemaligen Prüfstrecke des Werkes die Autos tatsächlich zu bewegen, um so einen ersten realen Fahreindruck zu erhalten.
Eine besonders gute Idee ist, nach meiner Einschätzung, die Positionierung der Autos in dem gläsernen Gebäudekomplex. Von auÃen ist jeweils nur das Heck zu sehen. Wer dem Auto ins “Gesicht” sehen will, muss sich schon hineinbequemen.
Das alles ist auf jeden Fall innovativ. Wie erfolgreich sich der Verkauf gestaltet, wird die Zukunft zeigen…