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  • China überholt Deutschland in der Autoherstellung

    ChinaNun gut: Es war nur eine Frage der Zeit. Doch nun ist es soweit und die Chinesen sind an Deutschland Automobilherstellern vorbei gezogen. So berichtet es Auto-Presse und weist gleichermaÃen darauf hin, dass das Reich der Mitte nunmehr als dem dritten Platz der gröÃen Automobilhersteller weltweit zu finden ist. Ebenfalls aus Asien kommt die neue Nummer Eins, Japan, das die USA von der Spitzenposition verdrängte. Interessanterweise scheinen die so genannten Schwellenländer auch auf den unteren Rängen auf dem Vormarsch zu sein. In den Top 20 befinden sich neben den Chinesen auch noch Mexiko und Indien – rund die Hälfte der automobilherstellenden Staaten zählen zu den Schwellenländern.

    Deswegen nun um die Absatzzahlen für deutsche Autos zu fürchten, hielt ich für überzogen. Denn schlieÃlich beliefert China vor allem den heimischen Markt und bei Crashtest-Ergebnissen wie das des Brilliance, braucht es VW, Opel, Ford und Co. nun wirklich nicht bange werden.

  • Walking in my shoes – der Jaguar XKR und der E-Type

    XkrMit Legenden ist es so eine Sache. Hat ein Auto erst einmal diesen Status erreicht, so haben es dessen Nachfolger schwer, jemals das Erbe anzutreten. So auch der Jaguar XKR, der immer wieder am legendären E-Type gemessen wird. Dabei ist das neue Cabriolet von Jaguar in punkto Technik seinem Urahnen deutlich überlegen und positioniert sich auch optisch durchaus eigenständig. Der Vergleich mit Aston Martin, der sich bei Auto-Presse findet, ist zum Teil sicherlich nachvollziehbar, doch sieht man schon, dass man es hier mit einem Jaguar zu tun hat. Die Motordaten sind eindrucksvoll  wenn auch  (wie so oft) überzogen. 416 PS,  eine  Normbeschleunigung von 5,2 Sekunden und V-Max von abgeriegelten 250 km/h sind bei 1,8 Tonnen Leergewicht schon eine Menge.

    Und trotzdem verbraucht der XLR nicht allzu viel. Klar: Bei 12,3 Litern kann man nicht von einem Sparmobil sprechen. Doch ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, dass es im Luxussegment durchaus schwärzere Schafe gibt. Allein die GröÃe des Tanks liegt mit 60 Litern im unteren Bereich. Doch kann man bei jedem Tankstopp, der angesichts des Verbrauchs schon nach 400-500 Kilometern ansteht, darüber nachdenken, ob nicht ein sparsameres Auto Sinn machen würde.

  • Mobilitätsentwicklung in den nächsten Jahren

    Autostau_moskautv Laut ÃAMTC, der führende Experten über die Zukunft der Mobilität befragt hat, würde die Entwicklung der nächsten Jahre innerhalb der EU-Staaten ziemlich deutlich ausfallen. Zunahme und Steigerung sind die Schlagwörter der Studie, ein drohender Verkehrskollaps scheint immer realistischer zu werden, so die Experten:Prognostiziert wird eine Zunahme der PKW – Neuzulassungen um 20%, gleichfalls erhöhe sich der Individualverkehr um ein Fünftel. Gar um 40 % legt der StraÃengüterverkehr zu und die Länge des StraÃennetzes würde um 10 % ausgebaut werden. Die angeführten Prognosen beziehen sich schon auf das Jahr 2010, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass etwa 92% der Weltbevölkerung überhaupt kein Fahrzeug besitzen, weil ihnen, was ihren Lebensstandard angeht, Essentielleres fehlt.
    Weiters impliziert die Mobilitätsstudie, dass das Kyoto-Ziel nicht erreicht werden wird und die C02 Emissionen würden, trotz diverser Erfolge führender Automarken, weiter steigen.

  • Ferrari 612 Scaglietti Sessanta: Ein Geschenk zum 60.

    612_sessanta Sechs Jahrzehnte lang lässt der Sportwagenspezialist aus der Region Emilia-Romagna nun schon automobile Träume in Erfüllung gehen. Zur Feier gibt es eine Sonderauflage des 612 Scaglietti, der Luxuslimousine unter den Sportwagen aus Maranello, bei dem man das typische Ferrari-Rot kaum zu sehen bekommt. Nichtsdestotrotz wird dieser in zwei Farben erhältlich sein: wahlweise kommt die auf 60 Stück begrenzte Sonderauflage in dunklem Grau oder aber – man höre und staune – burgunderfarben daher. Desweiteren erhält der Scaglietti ein elektrochromatisches Glasdach, bekannt aus dem Superamerica, eine spezialgefertigte Lederausstattung von Poltrona Frau, einen Start-Knopf am Lenkrad und ein Entertainment-System von Bose.

    Der 540 PS starke Sportler im MaÃanzug kostet mit 330.000 ⬠rund 100.000 mehr als der ‘normale’ 612. Und wie kommt man noch an eines der raren Modelle? Wahrscheinlich gar nicht, denn alle Fahrzeuge sollen schon vergeben sein.

  • Ferrari Mille Chili Concept: Ein Enzo auf Diät

    Millechili Nein, dieser Wagen wird nicht mit Chilischoten angetrieben, aber er ist genauso feurig wie eintausend solcher Scharfmacher. Der Ferrari Mille Chili (dt.: tausend Kilo) leitet die Zukunft der Traditionsschmiede aus Maranello ein. “Warum?”, fragen manche, besteht das Conceptcar doch (bislang) nur aus Plastik und Papier. Nun, Ferraris Antwort auf Hybrid und sparsame Diesel ist simpel: Anstatt, wie Bugatti, einfach die Leistung hochzuschrauben, setzt man auf Gewichtsreduzierung durch Leichtbau und Verkürzen der Karosserie. Das dient dem Umweltschutz, wenn man bei der Scuderia überhaupt davon sprechen kann, und befördert die eigenen Sportwagen in die unmittelbare Nähe von Bugatti

    Der um knapp einen Meter geschrumpfte Enzo soll rund 300 kg weniger auf die Waage bringen und dadurch die Performance erhalten, die etwa 150 Mehr-PS entspricht. Damit wird wohl auch der letzte Skeptiker vom Umweltschutz überzeugt sein.

  • Subaru Impreza mit neuem Gesicht und ohne Charakter

    Subaru_wrx_fullsize_500 Auf der IAA 2007 im September präsentiert Subaru die Neuauflage des Subaru Impreza. In Japan schon seit geraumer Zeit auf den StraÃen unterwegs, wird der hierzulande als Exot geltende Allradler erst im Herbst in unseren Breiten in der unteren Mittelklasse um die Gunst des ein oder anderen Käufers werben. Auffällig ist die völlige Neuorientierung beim Design. Wurde der Impreza seit seiner Einführung immer nur behutsam modernisiert, so geht man beim neuen Modell nun völlig andere Wege

    Von der Seite erinnert die Karosserie an den Einser von BMW, was ja im Grunde nicht schlecht ist. Aus allen anderen Perspektiven könnte es aber ein Modell aus dem Regal jedes asiatischen Herstellers sein, von Chevrolet (ehemals Daewoo) bis Hyundai wäre alles möglich. Auch keine Spur mehr von der betont sportlichen Silhouette des Vorgängermodells. Er kommt im Modelljahr 2007 vielmehr pummelig und zumindest optisch etwas übergewichtig daher. Die Redakteure von AutoBild, die in Tokio schon mal eine Probefahrt unternehmen durften, attestieren dem Japaner aber nach wie vor ein sportliches Fahrwerk und eine passende Lenkung. Nach guter alter Tradition wird es auch wieder eine Knallbüchse in Form des Impreza WRX geben, immer noch mit 2,5 Liter Boxermotor und in der stärksten Version Sti mit 300 PS, der mit diversen Karosserieanbauten immerhin aggressiv und muskulös aussieht. So erfährt der Subaru Impreza zum ersten mal eine komplette Neugestaltung, scheint aber auf den ersten Blick seinen Charakter verloren zu haben.
    Subaru_wrx_rally_review_500

  • Plymouth Belvedere Sportcoupe in Tulsa, Oklahoma ausgegraben

    Tulsa11 Vor genau 50 Jahren, am 15. Juni 1957, wurde zum 50. Geburtstag des Staates Oklahoma eine groÃe Feier vor dem Gerichtsgebäude der Stadt veranstaltet. Die Idee war, eine Zeitkapsel zu vergraben und sie 50 Jahre später wieder auszubuddeln. Das besondere daran: die Zeitkapsel war ein Auto! Genauer ein 1957 Plymouth Belvedere Sportcoupe.

    Dieses Modell repräsentierte damals die Industrie der Nation und war ebenso eine Design-Ikone, die auch nach 50 Jahren noch frisch und modern aussehen werde, wie die Ideengeber vermuteten. Bei der Ausgrabung hat sich nun gezeigt, dass der StraÃenkreuzer nicht mehr ganz so frisch aussieht. Wassereinbruch in seiner zeitlich begrenzten Ruhestätte sorgte für Rostbefall an jeder noch so kleinen Fuge. Seine Formen aber, die unter dem rostigen Blechkleid immer noch gut zu erkennen sind, sind nach wie vor beeindruckend und zeitlos, auch wenn die einst vor Chrom strotzende Karosserie nicht mehr in der Sonne funkelt. Amüsant ist es zu hören, dass viele der damals Anwesenden ganz eigene Vorstellungen über die automobile Zukunft im Jahre 2007 hatten. Wo der eine den serienmäÃigen Atomantrieb vermutete, sagte der andere eine Welt völlig ohne Autos voraus. Unrecht hatten zum Glück beide. Tulsa4

  • Mercedes R-Klasse mit neuem Einstiegsmodell

    Rklasse Ob es an den eher bescheidenen Verkaufszahlen liegt? Oder ist es doch nur ein marketingtechnischer Schritt zur weiteren Produktdifferenzierung? Wer weiÃ, jedenfalls gibt es jetzt eine neue Einstiegsversion des scheinbar klassenlosen Riesen. Ist es ein Kombi, ist es ein SUV? Ist es vielleicht sogar ein Containerschiff auf Rädern?

    Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und gott sei dank nicht streitbar. Der “neueâ R 280 CDI bietet jetzt fünf Sitze, wobei der hintere Mittelsitz aber allenfalls für Kinder einen erträglichen Platz zum Reisen bieten dürfte. Die alte sechs- bzw. siebensitzige Variante ist nun aufpreispflichtiges Sonderzubehör. Viel wichtigeres Kaufargument dürfte aber der Verzicht auf den bei Mercedes 4matic genannten Allradantrieb sein. Der klassische Hinterradantrieb entlockt dem 190 PS starken Dieseltriebwerk nicht nur minimal bessere Fahrleistungen als seinem allradgetriebenem Bruder, vor allem wird der Verbrauch um immerhin 0,3 Liter auf für ein Auto diesen AusmaÃes ordentliche 9,2 Liter reduziert. Im Zuge der anhaltenden Diskussion um Erderwärmung und CO2-Ausstoss könnte dieses Argument sogar bei einem Auto ziehen, das mit einem Grundpreis von über 47.000 Euro eine Klientel im Visier hat, die eher auf Image als auf Spritverbrauch achten dürfte.

  • Künftig nur noch Tempo 162?

    TempoldrosselungAufruhr in der automobilen Welt. Da hat doch tatsächlich ein britischer EU-Abgeordneter den Vorschlag gemacht, künftige Neuwagen nur noch mit Tempo 162 fahren zu lassen. Damit ist kein Tempolimit gemeint, sondern eine Drosselung des Motors. Dieses Prinzip kennt man ja schon von Mercedes und Co., nur, dass hier eine Drosselung auf Tempo 250 stattfindet. Doch wie der Spiegel berichtet, hat der Vorschlag jede Menge Ôrger geschaffen. Eine Milliarde Euro Werbeeinnahmen sollen laut Werbebranche verloren gehen. “Freie Fahrt für freie Bürger” fordern manche Politiker, ein generelles Tempolimit bringe sowieso nichts, meint der ADAC. Doch immerhin hat sich der VCD (Verkehrsclub Deutschland) gegen die Hochgeschwindigkeitsideologie der deutschen Autohersteller ausgesprochen und unterstützt den Vorschlag.

    Egal, ob nun Tempo 160, mehr oder weniger. Ich finde es immerhin beachtlich, dass es möglich ist, so revolutionäre Vorschläge auszusprechen. Solche Ideen sind meines Wissens vor zehn Jahren noch nicht möglich gewesen …

  • BMW 1er Cabrio

    1er In diesen Tagen braucht man sich nur an den Nürburgring zu stellen und prompt hat man einen neuen Erlkönig vor der Linse. So kam auch das britische Car Magazine zu den Schnappschüssen vom neuen offenen 1er, der auf der Nordschleife seine Testkilometer abspulte. Dieser gesellt sich zum Viertürer und zum Coupé als dritter Einser hinzu. Als neue Antriebskräfte sollen dem Cabrio der 123d Diesel (ca. 200 PS) und der 135i Benziner (ca. 300 PS) dienen, beide mit einem Twinturbo ausgestattet. Umweltbewussteres Fahren garantiert auch hier das neue Start-Stop-System von BMW, das den Motor automatisch ab- und wieder anschaltet, wenn dies sinnvoll ist.

    Und um beim ohnehin sehr begrenzten Kofferraumvolumen nicht noch weitere EinbuÃen zu machen, entschied man sich bei BMW für das klassische Stoffverdeck. Erwarten kann man den kleinen offenen Flitzer nächstes Jahr, die Preise stehen allerdings noch nicht fest.