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  • Dauerbrenner Corvette

    Corvette_1Wenn ein Artikel schon mit der aussagekräftigen Ãberschrift “Keine Ludenschaukel mehr” (n-tv.de) überschrieben wird, dann kann es sich nur um die Corvette handeln. Und in der Tat: Die sechste Generation der US-amerikanischen Sportwagenlegende kommt überaus salonfähig daher. Vielleicht ist diese Anpassungsfähigkeit auch eines der Geheimnisse des Dauerbrenner, der nun schon seit sage und schreibe 53 Jahren produziert wird. (zum Vergleich: Der VW Käfer brachte es auf 32 Jahre, die “Ente” von Citröen auf 42 Jahre). Doch in punkto Spritverbrauch gibt man sich resistent und setzt nach wie vor auf fette acht Zylinder und einen Hubraum von üppigen sechs Litern. Mit Zwei-Ventil-Technik werden so 404 PS erreicht. Erstaunlicherweise fällt diese Motorleistung auf langen Strecken gar nicht so negativ ins Gewicht. Schenkt man dem Bericht auf n-tv Glauben, braucht die “Vette” auf eine 500 km langen Strecke im Schnitt gerade einmal einen halben Liter mehr als ein Dreiliter-Sportwagen (was allerdings immer noch eine Menge ist). Erstaunlich ist der niedrige Einstiegspreis von 70.000 Euro all inklusive. Dazu gehören Lederpolster und DVD-Navigation mit Spracherkennung, Bose-Soundssystem und CD-Wechsler, elektrisch verstell- und beheizbare Sitze sowie ein Reifendruck-Kontrollsystem und Run-Flat-Pneus.

    Trotz allem bleibt dieser irgendwie unzeitgemäÃe Wagen ein Auto für Liebhaber.

  • Drag Racing: Wally Parks zündende Idee

    1941_willys_deko Parks, mittlerweile ein Militär-Panzer Testfahrer für General Motors, der im 2.Weltkrieg im Süd Pazifik in der Army gedient hatte, half 1947 die Southern California Timing Association zu organisieren und wurde später deren General Manager. Die erste SCTA “Speed Week”, abgehalten 1949 auf den berühmten Bonneville Salt Flats (Salzsee), waren das Resultat der fleissigen Anstrengungen von Parks. Es war dort, wo die Rennfahrer zuerst begannen gegen die Uhr zu fahren – eigentlich eine Stopuhr – Ihre Autos zu tunen, damit sie schneller beschleunigen anstatt nur eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

    Der erste Drag Strip, die Santa Ana Drags, begann 1950 auf einem Flugfeld im Süden Kaliforniens und wurde aufgrund seiner revolutionären computerunterstützten Geschwindigkeits-Messung schnell populär unter den Zuschauern von Muroc. Als Park Chefredakteur des monatlichen Magazins Hot Rod wurde, hatte er die Plattform und die Energie 1951 die National Hot Rod Association zu gründen um mit der Einführung von Sicherheits-Regeln und Leistungs-Standards “Ordnung ins Chaos” zu bringen, was der Rechtfertigung des Sportes half. Er war ihr erster Präsident.

  • Verkaufsförderung à la Autoindustrie

    Sells_1 Das Thema Auto ist und bleibt eine Männerdomäne. Zwar werden nach und nach auch weibliche Kundinnen entdeckt, doch wirft man einen Blick auf die Art und Weise, wie sich die einzelnen Hersteller auf dem Pariser Autosalon präsentieren, so dominieren wie seit eh und je leichtbekleidete junge Frauen. Warum das so ist? Keine Ahnung! Vermutlich wird hier auf das altbewährte Motto “Sex sells” gesetzt. Eine andere Erklärung kann es eigentlich nicht geben, denn der Zusammenhang zwischen Blech, Motoren und menschlichen Körpern erscheint mir ansonsten allzuweit hergeholt. Trotz allem würde ich mich freuen, wenn endlich einmal die Autos für sich sprächen und man den teilweise fast schon plumpen Sexismus in der automobile Vermarktung ad acta legen könnte.

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt….

  • Dodge Avenger – von wegen Mittelklasse

    AvengerDodge rächt sich an der Umwelt. Aber wofür? Zugegeben: Dieser Einstieg kommt ein wenig krude daher. Doch bedeutet der Name Avenger, denn der US-amerikanische Automobilhersteller für sein Concept Car gewählt hat, im Deutschen nichts anderes als “Rächer”. Und genauso martialisch, wie der Name scheint auch das Auto daherzukommen. Wie Auto-Presse berichtet, handelt es sich hier um ein fast schon traditionelles Muscle-Car, dass so gar nicht in die heutige Zeit passt. Motorisiert ist dieses prahlerische Mobil mit einem 190 PS Sechszylinder, der das Attribut Mittelklasse noch geradeso verliehen bekommen kann. Ãber den Verbrauch wurde keine Aussage gemacht.

    Mir erscheint es merh als fraglich, ob der Hersteller mit einem derart amerikanischen Auto auch in Old Europe punkten kann …

  • City-Cab: London ist überall

    Citycab_1 Wer kennt sie nicht, die klassischen Londoner Cabs. Dabei handelte es sich bis vor kurzem um die einzigen Taxis, die eigens zu diesem Zweck hergestellt wurden. Alle anderen Städte kommen seit eh und je mit einfachen Serienwagen aus. Das soll sich, einem Bericht bei Auto Motor und Sport zufolge, bald ändern. In Zusammenarbeit mit 40 Firmen haben sich Studenten zweier finnischer Hochschulen Gedanken über ein reines Taxi gemacht, dass einzig und allein dem Zweck der Personenbeförderung dient. Was das bedeutet? Nun: Platz für bis zu fünf Passagiere, optional Platz für einen Rollstuhl, komfortable Sitze, Absenkfunktion für besseren Einstieg, Allradlenkung, ein Alu/Stahl-Chassis und vor allem ein Hybridmotor. Eine prima Sache, die zunächst in Helsinki reüssieren soll.

    Eine Serienproduktion ist dabei ausdrücklich erwünscht … mal schauen, was daraus wird, denn zumindest in Deutschland bedeutet Taxifahren in der Regel, dass man in einem geräumigen Mercedes Platz nimmt.

  • Renault Koleos – SUV auf französisch

    KoleosEigentlich war ich ja bis dato davon ausgegangen, dass französische Autos fast immer durch Schönheit und einen gewissen Sympathiefaktor zu überzeugen wissen. Neuerdings muss das “fast” ein wenig deutlicher betont werden. Denn Renault hat mit dem Koleos einen wahre ScheuÃlichkeit vorgestellt. Wie Auto Motor und Sport berichtet, wollen die Createur d´Automobiles auch auf den erfolgreichen SUV-Zug aufspringen und das tun Sie in aller Konsequenz. Wenn man schon Sätze wie maskulin ausgeformte Radhäuser benutzt, um ein Auto zu beschreiben, kann sich dahinter einfach nichts Gutes verbergen. Ansonsten wird SUV-übliches geboten: Viel Komfort, ein wenig Geländegängigkeit und viel Motor (177 PS).

    Alles zusammen ergibt das ein Auto, dass die Welt nicht braucht …

  • Mercedes Bluetec: Eine saubere Lösung

    BluetecNa also, es geht doch. Mercedes führt einem Bericht bei Auto Motor und Sport zufolge in den USA den saubersten Diesel der Welt ein. Solche Superlative laden natürlich dazu ein, sie gründlich zu hinterfragen. In punkto Verbrauch kann man dieses Prädikat sicherlich nicht verleihen. Denn sieben Liter sind zwar nicht besonders viel aber eben auch nicht rekordverdächtig wenig. Doch der “Teufel” steckt hier im Detail. Dadurch, dass Ammoniak ins Spiel gebracht wird, reduziert der zusätzliche Katalysator den Stickoxid-Ausstoss auf das überaus strenge US-Niveau. Eine gute Sache, die allerdings mit gewissen LeistungseinbuÃen bezahlt wird.

    Doch wer braucht in den USA schon ein schnelles Auto. Angesichts eines vernünftigen Tempolimits von 55 mph sind Beschleunigungswerte ohnehin unbedeutend.

  • Clever: Der Venturi Eclectic

    Venturi_1Eine wirklich gute Idee hatte die Firma Venturi mit ihrem Eclectic. Bei diesem schicken Dreisitzer handelt es sich, laut Spiegel, um den ersten Wagen, der ganz ohne externe Energiequellen auskommt. Der Eclectic fährt mit Strom, der direkt vom 2,5 Quadratmeter groÃen Solardach erzeugt wird. Dazu können auch bis zu drei Windturbinen [bestellt werden], deren Strom ebenfalls in den Nickel-Metall-Hybrid-Akkus gespeichert wird. Eine Reichweite von 22 Kilometern ist so problemlos erreichbar, was für die meisten Stadtfahrten durchaus ausreichen würde. Spitzentempo ist 50 km/h. Das Schöne am Venturi Eclectic: Das Auto wird tatsächlich gebaut und das gleich 200 mal. Der Preis soll bei rund 15.000 Euro liegen.

    Eine groÃartige Idee, die hoffentlich viele UnterstützerInnen findet. Denn Venturi hat mit dem Astrolab bereits die nächstgröÃere Variante in der Schublade liegen …

  • Bald niedrigere Mineralölsteuer?

    Tanken_2 Vorsicht: Es wird politisch! Denn nimmt man den aktuellen Spiegel zur Hand, kann man sich durchaus trefflich über eine ÔuÃerung des momentanen Wirtschaftsministers Michael Glos (CSU) ärgern. Dieser hat sich, ganz Unions-like, für eine Senkung der Mineralölsteuer ausgesprochen. Der Grund für diese Erwägung sei eine Senkung der Kosten an den Zapfsäulen. Das momentane Preisniveau führe nach Ansicht von Glos bereits zu verstärktem “Tanktourismus”. Eine solche MaÃnahme würde aber nach meiner Einschätzung lediglich dazu führen, dass die Gewinnspannen der Mineralölkonzerne steigt und sich die Union mal wieder als Partei der Autofahrer darstellen kann. Anstatt die vernünftigerweise von der rot-grünen Bundesregierung in mehreren Schritten erhöhten Mineralölsteuern endlich dazu zu nutzen, mehr in alternative Energieformen zu investieren, soll die Zeit mal wieder zurückgedreht werden.

    Es ist zu hoffen, dass dieser unsinnige Vorschlag kein Gehör findet …

  • Glamourös: PGO mit Diskomobil

    DiscoEinen im wahrsten Sinne des Wortes glitzernden Roadster hat die Firma PGO auf dem Automobilsalon in Paris vorgestellt. Auf Basis des Porsche 356 Speedster und ausgerüstet mit einem Peugeotmotor hat die französische Automobilschmiede offensichtlich die Diskokugel wiederentdeckt und ein Modell mit hunderttausenden kleinen Kristallen beklebt. Wie der Spiegel berichtet, beweist der Hersteller offensichtlich auch Humor, denn wie sonst könnte man erklären, dass der Wagen offiziell unter dem Namen PGO Beauty gezeigt wird. Dabei handelt es sich eigentlich um einen Cévennes, der sowohl innen, als auch auÃen mit Svarovski-Kristallen versehen wurde. Klar, dass ein solches Glitzermobil auch seinen Preis hat. Die Rede ist von “rund 150.000 Euro”. Bedenkt man, dass der Cévennes ohne diesen Schnickschnack gerade einmal 38.990 Euro kostet, so kann ich mir kaum vorstellen, dass jemand für ein paar Steinchen soviel mehr Geld hinblättert.

    Andererseits: Bei strahlendem Sonnenschein macht ein solches Mobil sicherlich schwer Eindruck …