Tag: Le Mans

  • Peugeot 908 kann mehr als erwartet: Doppelsieg bei den 1000 km von Spa

    Peugeot 908 kann mehr als erwartet: Doppelsieg bei den 1000 km von Spa

    Peugeot-908-sieger-spa-2011.jpgTrotz einer mässigen Startposition (siehe unser Bericht vom Qualifying) kämpfte sich Alexander Wurde noch in der ersten Stunde des Rennens, vor einer Rekordkulisse von über 34.000 Zuschauern in Spa Francorchamps, an die Spitze vor. Auf den Gerade war schnell klar dass der Top Speed des Peugeot 908 dem des Audi R18 etwas überlegen war. Nachdem ein brillianter Alex Wurz den 908 an seinen Kollegen Marc Gene übergeben hatte, tat dieser das nötige um die Führung zu halten.
    Anthony Davidson übernahm das Lenkrad als dritter und fuhr den Sieg nach Hause. Zweiter vor dem ersten der Audi R18 wurde Peugeot N°8 von Montagny, Sarrazin, Minassian. Letzterer hat nach seinem “Segelflug” im 908 bei den Tests in Le Castellet wohl auch wieder volles Vertrauen in das Auto gefasst. Ausser einem Ausrutscher der N°9 ins Kiesbett, lief bei den 1000 km von Spa für Peugeot alles rund und somit blicken die Löwen mit einiger Zuversicht den 24 Stunden von Le Mans entgegen.

    Kleinere Zwischenfälle warfen alle drei Audi R18 TDI zurück. Der anfangs klar führende André Lotterer musste beim ersten Boxenstopp zurückgeschoben werden und verlor so wertvolle Zeit. Sein Teamkollege Benoît Tréluyer kam außerplanmäßig an die Box, weil sich auf dem linken Vorderreifen ein ungewöhnlich großes Stück Gummiabrieb gesammelt hatte. Kurz danach wiederholte sich dieses Phänomen, worauf der Franzose ins Kiesbett rutschte und zwei Runden verlor. Marcel Fässler klagte anschließend über ein anspruchsvoll zu fahrendes Auto – auch er hatte mit Pickup zu kämpfen. Am Ende belegte der Audi R18 TDI mit der Startnummer “2” den fünften Platz. Dazu Ralf Jüttner, Technischer Direktor Audi Sport Team Joest: “Wir hatten uns mehr von diesem Rennen versprochen, aber es gab einige merkwürdige Probleme: Kontakte, Pickup auf den Reifen und derartige Dinge. Mechanisch haben die Autos gehalten. Wir haben heute eine lange Liste für Le Mans mitgenommen, die wir abarbeiten werden. Das war ein Lauf zur Meisterschaft, den wir gerne gewonnen hätten. Die Peugeot waren schnell und hatten fast keine Probleme.”

    Es bleibt uns also ein Durchmarsch von Audi in Le Mans erspart. Peugeot wird bestimmt nich die Fehler von 2010 wiederholen und alles drei Werkswagen mit der gleichen Sprint Strategie ins Rennen schicken. Audi wird allerdings auch ganz bestimmt seine Hausaufgaben machen! Dazu kommt dass der ACO den Benzinern wohl etwas mehr Einlassdurchmesser erlauben wird, so dass diese in Le Mans auch mit den Dieseln mithalten können, dann in Spa waren letztere zu klar im Vorteil. Wir dürfen uns auf ein spannendes Rennen, am 11. und 12. Juni in Le Mans, freuen.

  • Le Mans Classic 2010: die Vorbereitungen laufen schon

    Le Mans Classic 2010: die Vorbereitungen laufen schon

    Bobby Rahal Lola 298.jpgDie Le Mans Classic hat sich seit ihrem Start im Jahr 2002 als das grösste und ultimativste Oldtimerrennen weltweit etabliert. Randy Knight, Motorsport Fan aus Texas, der 2006 als Zuschauer dabei war, meinte nur: “This is Big!”. Wenn das schon ein Texaner meint, ist damit genug zur bombastigkeit der Le Mans Classic gesagt! Aber die Le Mans Classic ist auch eine tolle Gelegenheit zum treffen unter Freunden. Deshalb in der Galerie einige Fotos, von Leuten die sich einfach freuen miteinander dabei zu sein. Wir sehen uns vom 8.-11. Juli 2010 in Le Mans!

  • Oly Express, neu gebraut: NASCAR Dodge in Europa

    Oly Express, neu gebraut: NASCAR Dodge in Europa

    Dodge_charger_ascari1976 gingen die McGriffs mit ihrem Dodge Charger der NASCAR Serie beim 24 Stunden Rennen von Le Mans an den Start. Dreissig Jahre brüllte der HEMI Dodge erneut anlässlich der Mans Classic! Nach fetten Jahren kamen 1973 durch die Ãlkrise für den Motorsport harte Zeiten auf. Um die Starterfelder voll zu bekommen, entwickelten die Organisatoren neue Klassen. So wurden 1976 NASCAR Fahrzeuge bei den 24 Stunden von Daytona und Le Mans startbrechtigt. Mit dabei war Hershel McGriff, einem Privatier 1950 die erste Carrera Panamericana gewann und erst 2002, im Alter von 72 Jahren, den Helm an den Nagel hing!

    Hershel und sein Sohn Doug kamen bei den 24 Stunden von Daytona in ihrer Klasse auf den 3. Platz und gewannen somit eine Einladung nach Le Mans. Olympia Beer finanzizerte das Abenteuer um mit einem HEMI Charger dort anzutreten. McGriffs Mechaniker Pat McElreath und Dick Pierson machten sich am Charger zu schaffen um ihn von NASCAR Ovalen auf Strassenkurs umzustellen. Zwei 7 Liter V8 wurden aufgebaut. Leider verfranzte mann sich bei der Oktanzahl des Le Mans Sprits. Die Motoren waren dafür zu hoch komprimiert. Trotz durchlöcherter Kolben, kam McGriff mit einer respektablen 4â30â Qualifikationszeit und 344 km/h Spitze auf den 48. Startplatz im 55er Feld. Kurz nach dem Start zerissen Frühzündungen auch den zweiten V8 in der dritten Runde des Le Mans Rennen.
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    Die ganze Story wäre nicht weiter beachtet worden, wenn nicht Jahre später Christoph Schwartz, über die 24 Stunden von Le Mans recherchiert hätte. Dabei kam ein Bild des Chargers, 1976 in der Boxengasse, zum Vorschein. Dank weiteren Web-Surfen, konnte Christoph Kontakt mit Team von damals aufnehmen.
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    Das neu geformte Gespann Dick Pierson und Christoph Schwartz nahm das Projekt in Angriff. Schwartz machte sich auf Sponsorensuche und Pierson stöberte einen originalen NASCAR Charger bei Chuck Shafer auf! Chuck gefiel die Idee, doch während der Verhandlungen kam das Projekt auf tragische Weise zum Stillstand. Shafer verunglückte mit dem Trecker auf seiner Farm tödlich. Christoph, durch die traurige Nachricht betroffen, schrieb Chucks Witwe, Cinde einen Beileidsbrief und fand sich damit ab das Projekt abzuhaken. Cinde Shafer kam aber auf Christoph zurück und verkaufte ihm den Charger!
    Back_in_the_pitsBei ersten Tests in den USA war auch Cinde Shafer anwesend und von dem Kupferschild auf dem Armaturenbrett des Charger zu Ehren ihres verstorbenen Mannes recht angetan. Noch am gleichen Tag entschied sie sich mit dem Team nach Le Mans zu reisen!
    Charger_after_unveilingNeben Christoph und Dick kam als dritter Fahrer Le Mans Veteran Robin Donovan hinzu. Einen NASCAR hatte er allerdings noch nie gefahren. Seine ersten Eindrücke sprechen für sich: “Ich muss schon auf die Bremse treten, da fliegen die Porsche 935 noch mit Vollgas an mir vorbei! Allerdings habe ich mir auf der Mulasnne Geraden locker einen Ferrari geschnappt und ich war längst noch nicht am Anschlag.â
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    Im Rennen ging es dann nicht ganz ohne Startschwierigkeiten, jedoch behauptete sich der Charger im Mittelfeld. Die Carreras gingen besser mal aus dem Weg, sobald der knapp zwei Meter breite Chrom-Grill im Rückspiegel auftauchte. In den Kurven schwirrten die 2 Liter Prototypen um den Dodge herum, der konnte sie dann aber auf den Geraden wieder abschütteln. Auf der Mulsanne fast 300 km/h erreicht. Zum Abschluss hatte Dick Pierson, als Mitglied des original Teams von 1976, die Ehre die Zielflagge einzufahren. Dick bedankte sich mit Rundenzeiten unter 5 Minuten und kam als 34. von 55 der Gesammtwertung ins Ziel.
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    In diesem Jahr fährt der Charger bei einigen Rennen der Classic Endurance Racing Serie mit. Bei ersten Lauf in Monza, qualifizierte Christoph Schwartz den HEMI auf dem 32. Startplatz. Später im Rennen kam der Charger auf den 19. Rang in der Gesamtwertung und 7. Platz in der GT Klasse. Als nächstes Rennen steht das Classic Endurance Race, das im Rahmen der 1000 km am 29. und 30. Juni auf dem GP-Kurs des Nürburgring stattfindet, auf dem Programm. Dort wird der HEMI im Feld mit BMW M1, Lola T70, Ford GT40 und Porsche 917 die Eifel beschallen!

  • Pierre Ehret: superaktiver Privatier mit Talent

    Pierre Ehret: superaktiver Privatier mit Talent

    Pierre_ehret_daytonaAuch in dieser Saison wird der Wahl-Kalifornier Pierre Ehret wieder im Team von Farnbacher Racing im Porsche starten. Nachdem der Münchener bei Farnbacher-Loles bereits im Januar bei den 24 Stunden von Daytona im Cockpit seines Porsche GT3 Cup saà und leider einen technischen Ausfall erleiden musste, wird er vom 14. bis 17. März auch bei den 12 Stunden von Sebring am Start sein. “Dort werden Lars-Erik Nielsen und der amtierende Meister des Porsche Carrera Cup, Dirk Werner, meine Teamkollegen sein”, so Pierre Ehret.

    Neben Sebring wird er auch noch bei den American Le Mans Series-Läufen in Petit Le Mans (03. – 06. Oktober 2007) und Laguna Seca (19. – 21. Oktober 2007) fahren. Da der Porsche 997 RSR beim Team von Farnbacher-Loles in den USA bleibt, wird das vom “Flamingo Resort Hotel” eingesetzte Fahrzeug für andere Läufe der ALMS, interessierten Piloten zur Verfügung stehen. Fragen hierzu beantwortet Teamchef Horst Farnbacher. In der europäischen Le Mans Series wird Pierre Ehret die gesamte Saison in Angriff nehmen! Auch hier sind Nielsen und Werner seine Teamkollegen. Wie im Vorjahr startet man in der Klasse GT2. “Unser Ziel ist es in der Spitzengruppe mitzufahren und so oft wie möglich einen Podestplatz zu erreichen”, hofft Ehret auf gute Ergebnisse. Und auch national wird Pierre Ehret mit Farnbacher Racing und dem PZ Inntal zusammen Rennen bestreiten. Im Porsche Sports Cup plant man Läufe in Hockenheim und belgischen Spa-Francorchamps.

    Als Highlight in diesem Jahr, startet Ehret bei den 24 Stunden von Le Mans (16. – 17. Juni 2007) im Verbund mit dem Seikel Team.

    Quelle: Pierre Ehret