Mehr und mehr deutsche Autofahrer bündeln ihre Leidenschaft für Autos mit dem Wunsch, Geld für gute Zwecke zu sammeln. Es gibt viele Wege, dies zu tun, einschließlich Treffen, rockige Nächte und andere Variationen für Leute mit Benzin im Blut. Der sogenannte Poker Run ist eine der unterhaltsameren Varianten.
Tag: Rallye
Monte Carlo – der 2. Tag
2. Tag: Valence nach Briancon
Der heutige Start sollte schon viel gelassener angehen, dank der Erfahrungen von gestern. Es gab zwar eine kleine Schrecksekunde am Morgen als wir fast eine Stunde auf ein Taxi warten mussten, aber wir waren noch rechtzeitig am Auto.
Tagesprogramm: 3 Etappen, zwei mit jeweils 4 Stunden, die letzte Etappe war nur 25 Minuten nach der am Abend stattfindenden Fahrt im Eiskanal, insgesamt 360 km.Start 10.43 Uhr: nach der Tanke gleich noch im Ort von Valence hatte ich gleich die ersten Glücksgefühle bei schönstem Wetter die ersten 60 km hoch in die Berge zu fahren. Was für ein Panorama und SpaÃ, super-klasse!
Michael fuhr danach die 1. Sonderprüfung. Schnitt 49,5. Wir hatten ein gutes Gefühl, da das Bedienen des Schnittrechners nun immer besser funktioniert. Wir teilten uns die Strecke in Abschnitte ein um einzuschätzen, wo Kehren waren, die es notwendig machten vorher schneller zu fahren, um danach noch den Schnitt halten zu können und dabei auch die geheimen Zeitkontrollen auf der Strecke im Auge zu behalten.
Danach wieder Fahrerwechsel auf die nächste Verbindung und Anfahrt zu meiner ersten Sonderprüfung: geforderter Schnitt 49,3:
Der ersten Teil gestaltete sich noch relativ einfach. Aber sobald die Spitze des Berges erreicht war und auf der Schattenseite wieder abfuhren, kam es dicke:Spiegelglatte Fahrbahn, durchgehende Eisdecke, ein bisschen Schneepuder drauf und wir ja immer noch auf Winterreifen unterwegs. Mein Herz verschob sich mehrmals in die Tasche, als ich da in langsamer Fahrt meine Spur suchte. Wir verloren heftig Zeit, aber der Anblick von in Graben hängenden Autos und diverse Beulen an Kotflügeln anderer, die wir hier auf dem Teilstück sahen, mahnte mich doch zu gröÃerer Vorsicht.
In der nächsten Verbindungsetappe dann unsere erste kleinere Panne: wir hatten starkes Ruckeln zu verzeichnen. Wir stellten fest, dass das Zündkabel des fünften Zylinders nicht richtig auf der Kerze saà und der Lichtbogen den Stecker verschmorte. Peter und Hilmar konnten es instand setzen, in dem wir das Kabel kürzten. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter. Der Motor lief wieder einwandfrei
Das Auto lief wie eine Eins und man kann es teilweise richtig fliegen lassen, soweit es die StraÃenverhältnisse eben zulassen. Auch unser Service-Team hatte groÃen Spaà daran, im Konvoi die Berge hoch zu heizen. Der Audi war am Limit wie man uns berichtete……
Die letzte Sonderprüfung war auf der Eisstrecke in Serre Chevalier. Wir zogen das erste Mal die Spikes auf. Michael hatte aber mächtig am Volant zu schrauben, um unser “Schiffâ um die Ecken zu bewegen. Er machte das aber ganz toll und wir sammelten nur 400 Strafpunkte ein. Später in Monaco erfuhren wir, dass wir Platz 32 im Eiskanal belegten und mit dieser Platzierung das beste deutsche Team waren!